Difference between revisions of "Projektvorhaben FU Berlin"

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<br />Perspektivisch sind für die Pflichtabgabe elektronischer Artikel aufseiten der Nationalbibliothek automatisierte Verfahren (sog. Harvesting) über das Protokoll OAI-PMH vorgesehen. Hierzu soll die OJS-OAI-Schnittstelle so angepasst werden, dass die Ausgabe der Daten den DNB-Anforderungen entspricht und damit ein "Harvesten" möglich ist.  
 
<br />Perspektivisch sind für die Pflichtabgabe elektronischer Artikel aufseiten der Nationalbibliothek automatisierte Verfahren (sog. Harvesting) über das Protokoll OAI-PMH vorgesehen. Hierzu soll die OJS-OAI-Schnittstelle so angepasst werden, dass die Ausgabe der Daten den DNB-Anforderungen entspricht und damit ein "Harvesten" möglich ist.  
 
<br />Im Moment wird versucht, eine Lösung für das Problem zu finden, das aus der inkompatibilität (unterschiedlicher Funktionsweise) beider Systeme hervorgeht: Über die OJS-OAI-Schnittstelle wird ein Datensatz pro Artikel geliefert; die DNB erwartet dagegen einen Datensatz pro Sprache. Da bisher die DNB nur eine Ausführung der Publikation (PDF-Datei) sammelt, wird erstmal von einer minimalen Lösung ausgegangen: über die OJS-OAI-Schnittstelle sollen nur die Artikelvolltexte im PDF-Format und in der Artikelhauptsprache  berücksichtigt werden. URN dürfen dementsprechend nur an diese Objekte vergeben werden (s. nächsten Abschnitt).
 
<br />Im Moment wird versucht, eine Lösung für das Problem zu finden, das aus der inkompatibilität (unterschiedlicher Funktionsweise) beider Systeme hervorgeht: Über die OJS-OAI-Schnittstelle wird ein Datensatz pro Artikel geliefert; die DNB erwartet dagegen einen Datensatz pro Sprache. Da bisher die DNB nur eine Ausführung der Publikation (PDF-Datei) sammelt, wird erstmal von einer minimalen Lösung ausgegangen: über die OJS-OAI-Schnittstelle sollen nur die Artikelvolltexte im PDF-Format und in der Artikelhauptsprache  berücksichtigt werden. URN dürfen dementsprechend nur an diese Objekte vergeben werden (s. nächsten Abschnitt).
 
  
 
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=== DRIVER, BASE und OPUS ===
 
=== DRIVER, BASE und OPUS ===

Revision as of 07:17, 3 December 2013

Das Projekt "Funktionaler Ausbau von und Mehrwertdienste für 'Open Journal Systems' (OJS)", das an der Freien Universität Berlin angesiedelt war und durch die Deutsche Forschungsgesellschaft finanziert wurde, widmete sich den für die deutsche Zeitschriftenlandschaft spezifischen Anforderungen an OJS.

Alle Arbeitspakete wurden nach einer Befragung deutscher OJS-Nutzer/innen und in enger Zusammenarbeit mit PKP konzipiert und konnten im deutschsprachigen OJS-Forum [1] diskutiert werden. Das Forum, das gemeinsam von der Freien Universität und von PKP moderiert wird, dient dem Austausch und der Koordination von OJS-bezogenen Fragen und Entwicklungsarbeiten im deutschsprachigen Raum.


Integration mit anderen Systemen

Deutsche National Bibliothek (DNB)

Pflichtabgabe der elektronischen Publikationen an die Deutsche Nationalbibliothek

Die DNB hat einen Sammelauftrag bzw. das Recht auf die "unaufgeforderte und kostenlose Belieferung mit den Medienwerken aus Deutschland", wodurch u.a. "gewerbliche oder nicht gewerbliche Verleger in der Bundesrepublik Deutschland ... verpflichtet [sind], von ... [ihren] Medienwerken zwei Pflichtexemplare kostenlos an die Deutsche Nationalbibliothek abzuliefern". Diese Pflicht gilt seit 2006 auch für die "Sammlung, Erschließung, Verzeichnung und Archivierung von unkörperlichen Medienwerken (Netzpublikationen)", mithin auch für die Artikel, die in elektronischen Zeitschriften veröffentlicht werden. Zurzeit können diese Artikel von den Redaktionen nur über ein Webformular geliefert werden, d.h. es wird eine Einzellieferung der Artikel (ein Datensatz für jeden Artikel bzw. jede Sprache) erwartet, was vor allem für die abliefernden Redaktionen ein erheblicher Aufwand ist.
Perspektivisch sind für die Pflichtabgabe elektronischer Artikel aufseiten der Nationalbibliothek automatisierte Verfahren (sog. Harvesting) über das Protokoll OAI-PMH vorgesehen. Hierzu soll die OJS-OAI-Schnittstelle so angepasst werden, dass die Ausgabe der Daten den DNB-Anforderungen entspricht und damit ein "Harvesten" möglich ist.
Im Moment wird versucht, eine Lösung für das Problem zu finden, das aus der inkompatibilität (unterschiedlicher Funktionsweise) beider Systeme hervorgeht: Über die OJS-OAI-Schnittstelle wird ein Datensatz pro Artikel geliefert; die DNB erwartet dagegen einen Datensatz pro Sprache. Da bisher die DNB nur eine Ausführung der Publikation (PDF-Datei) sammelt, wird erstmal von einer minimalen Lösung ausgegangen: über die OJS-OAI-Schnittstelle sollen nur die Artikelvolltexte im PDF-Format und in der Artikelhauptsprache berücksichtigt werden. URN dürfen dementsprechend nur an diese Objekte vergeben werden (s. nächsten Abschnitt).

Uniform Resource Name (URN)

Die Deutsche Nationalbibliothek vergibt und verwaltet URNs aus dem Namensraum "urn:nbn:de" und bietet einen URN-Resolving-Dienst an. Dieser URN-Dienst ist kostenlos und wird in Deutschland häufig benutzt. Eine Unterstützung für die URN-Vergabe in OJS wurde implementiert und die Automatisierung der URN-Meldung an die DNB realisiert.
Laut den Richlinien [2] für die Vergabe von URNs im Namensraum urn:nbn:de dürfen URNs nur an die digitale Objekte vergeben werden, die langzeit archiviert werden. D.h. dass im Moment die Vergabe der URNs in OJS nur an die Volltexte im PDF-Format und in der Artikelhauptsprache erfolgen darf. Zeitschriftenverwalter/innen haben die Möglichkeit, die URN-Vergabe zu definieren, also das Präfix einzugeben und die eindeutige Nummer im Suffix festzulegen. Die automatische Vergabe der URNs (in der definierten Form und mit der automatischen Berechnung der Prüfziffer) an die entsprechenden Objekte wurde implementiert und in der Darstellung berücksichtigt. Außerdem wurde die OJS-OAI-Schnittstelle so erweitert, dass eine automatisierte URN-Meldung an die DNB möglich ist.

S. URN Plug-In Benutzer/innen-Dokumentation

DRIVER, BASE und OPUS

Damit elektronische und insbesondere Open-Access-Zeitschriften noch stärker Teil einer serviceorientierten Forschungsinfrastruktur werden, sind die weitere Vernetzung und Kopplung mit verfügbaren und weit verbreiteten Diensten wichtig. Dazu gehören im deutschen Raum u.a. BASE, DRIVER und OPUS.
Die Integration von OJS mit diesen Systemen soll über die OJS-OAI-Schnittstelle erfolgen, die den DRIVER Guidelines 2.0 entsprechend angepasst wurde.

S. Anpassungen der OJS-OAI-Schnittstelle an DRIVER-Guidelines 2.0

S. DRIVER Plug-In Benutzer/innen-Dokumentation

OpenAIRE

Zusätzlich wurden OJS-Zeitschriften im Rahmen des laufenden Projekts dabei unterstützt, OpenAIRE-konform zu werden. Ein Plug-in wurde entwickelt, das den Artikelmetadaten die benötigte EU-Projekt-ID (Grant Agreement Number) hinzufügt, und die OAI-Schnittstelle wurde gemäß den OpenAIRE-Guidelinies 1.1 erweitert. Zeitschriften, die OJS nutzen, können sich im OpenAIRE-Portal registrieren und so zur Sichtbarkeit der durch die EU-geförderten Publikationen beitragen.

S. OpenAIRE Plug-In Benutzer/innen-Dokumentation

Projekt OA-Statistik

In dem Projekt Open-Access-Statistik (OA-S) wurde eine Infrastruktur zur standardisierten Erfassung und Bearbeitung von Nutzungsdaten und -statistiken unter besonderer Berücksichtigung institutioneller Repositorien aufgebaut.
Eine Integration von OJS mit dem OA-Statistik-Service-Provider wurde realisiert und so den Zeitschriften ermöglicht, standardisierte und interoperable Nutzungsdaten zu OJS-Dokumenten zu erheben und als Metadatum zu verwenden. Die Zugriffsdaten werden in OJS gesammelt, entsprechend aufbereitet und über die OAI-Schnittstelle dem OA-Statistik-Service-Provider für das Harvesten angeboten. Die Daten werden nach Berechnung der Kennwerte im Datenaggregator von OA-Statistik auch wieder in die lokale OJS-Installation zurückgespielt und können dort als Metadatum für Leser/innen, als Feedbackinformation für Autor/innen und Herausgeber/innen, als Rankingmerkmal (z.B. für die Auflistung der Artikel mit den meisten Zugriffen für die Benutzer/innen) oder für andere Mehrwertdienste verwendet werden (Nutzer/innen könnten z.B. auf der Eingangsseite eines OJS-Artikels Empfehlungen anderer Dokumente derselben Zeitschrift erhalten, die z.B. vier Schlagworte mit dem Ausgangsdokument gemeinsam haben, aber viermal häufiger herunter geladen wurden).

Feinkonzept

VG Wort

Die VG Wort nimmt treuhänderisch die urheberrechtlichen Befugnisse ihrer Mitglieder und Wahrnehmungsberechtigten wahr, die ihr vertraglich diese Wahrnehmung anvertrauen. Im Bereich Wissenschaft der VG Wort werden die eingehenden Mittel an die Urheber/innen wissenschaftlicher Werke bzw. an die Verlage/Zeitschriften, auf deren Seiten sich die Beiträge befinden, weitergegeben. Grundlage der Ausschüttung ist die Titelmeldung durch die Urheber/innen bzw. Verlage/Zeitschriften. In dem Verfahren werden auch Texte und Textdokumente (PDF-Dateien) berücksichtigt, die im Internet erscheinen. Um teilnehmen zu können, müssen die einzelnen Texte individuell gekennzeichnet werden. Dabei wird pro Text ein unsichtbares Bild (für HTML) bzw. eine Erweiterung des Dokumentenlinks (für PDF) als Zählmarke eingebettet. Das Abrufen und vor allem das Melden einer Zählmarke bei einer größeren Anzahl der Texte sehr aufwendig: Zeitschriften bestellen im VG Wort-Portal eine Anzahl von Zählmarken. Nach der Vergabe einer Zählmarke an einen Text muss eine Meldung im Portal erfolgen. Dabei sind Autor/innendaten, Metadaten, Text und URLs einzugeben.
Die Verwaltung und Vergabe von Zählmarken von VGWort wurde in OJS realisiert und automatisiert.

S. VG Wort Plug-In Benutzer/innen-Dokumentation

Multilinguale Europäische DOI Registrationsagentur (mEDRA)

MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH und mEDRA arbeiten dahingehend zusammen, dass mEDRA die technologische Plattform für die DOI-Registrierung zur Verfügung stellt und MVB ab Februar 2006 als DOI-Agentur die Dienstleistungen zur DOI-Registrierung für den deutschsprachigen Raum anbietet.
Um eine manuelle Registrierung für jede DOI oder die manuelle Erstellung der benötigten XML-Datei zu vereinfachen, wurde ein Export in das entsprechende Format unter Einhaltung des ONIX DOI-Metadaten-Schemas implementiert. Zusätzlich wurde auch die automatisierte DOI-Registrierung in mEDRA in OJS realisiert.

s. Dokumentation der DOI-Plugins

DataCite

DataCite ist ein internationaler, nicht-kommerzieller Zusammenschluss wissenschaftlicher Einrichtungen. So wie CrossRef oder mEDRA ist DataCite offizielle DOI-Registrierungsagentur. DOIs, die mit DataCite registriert werden, lassen sich ebenso wie die anderer Agenturen über http://dx.doi.org/ auflösen. Ursprünglich wurde DataCite gegründet, um DOI-Registrierung und -Auflösung für Forschungsdaten (Primärdaten) zugänglich zu machen. Inzwischen werden außerdem Objekte wie Zeitschriften, Zeitschriftenausgaben, Artikel und beliebige Artikelanhänge registriert. Die Integration von OJS mit DataCite ist daher besonders gut möglich. Alle wichtigen OJS-Objekte können mit DOIs versehen und direkt von OJS aus in DataCite registriert werden. Ein Export in das DataCite-XML-Format ist jederzeit möglich, allerdings ist durch die direkte Registrierungsmöglichkeit für DataCite-Abonnent/innen ein direkter Kontakt mit dem XML-Format nicht notwendig. Die Registrierung bei DataCite läuft daher weitgehend automatisch und mit minimalem Aufwand und Bearbeitungskosten für die Zeitschrift ab.

s. Dokumentation der DOI-Plugins

Optimierung der Suche

Bei der Indizierung eines Textes wird der Text zuerst analysiert und anschließend in Teile zerlegt, die dann indiziert werden. Bei der Suchanfrage wird dann möglichst der gleiche Algorithmus auch auf den Suchtext angewendet. OJS bietet eine selbstimplementierte Suche über die Metadaten und Volltexte. Bei der Analyse wird ein Standardalgorithmus verwendet: der Text wird anhand der Leerzeichen geparst und indiziert. Das ist ausreichend für einige Sprachen (z.B. Deutsch oder Englisch), für andere (z.B. Japanisch oder Chinesisch) jedoch nicht.
Lucene/Solr, eine weit verbreitete Open-Source-Suchsoftware bzw. ein Suchmaschinen-Framework, das sehr gute Indizierungs- und Suchmöglichkeiten sowie viele zusätzliche Features und umfangreiche Funktionalitäten bietet, wurde eingesetzt. Damit wurde eine bessere Indizierung und Suche erreicht.

Dokumentation:

Unterstützung von Rezensionszeitschriften

Die in Rezensionszeitschriften erforderliche Verwaltung von rezensierten und zu rezensierenden Objekten (z.B. Büchern) sowie dazugehörigen Publikations- und Kommunikationsprozessen sind in OJS derzeit nicht abgebildet.
Die Erweiterung ermöglicht die vollständige Unterstützung von Rezensionszeitschriften bzw. Zeitschriften mit Rezensionsrubriken in OJS:
OJS wurde um die Rezensionsobjekte und ihre Metadaten sowie ihre Verwaltung (z.B. Erstellen, Editieren, Löschen) erweitert. Die Arbeitsprozesse und -abläufe für die folgenden Anforderungen wurden in OJS umgesetzt:

  • Autoren/innen können selbst ihr Interesse an der Rezension eines Objekts melden.
  • Objekte können für die entsprechenden Autor/innen reserviert werden.
  • Eine detaillierte Statusübersicht über die im Rezensionsprozess befindlichen, schon rezensierten und noch zu rezensierenden Objekte kann verwaltet werden.
  • Listen der zu rezensierenden Objekte kann veröffentlicht werden.

Die Rezensionsobjekte und die oben genannten Publikationsprozesse wurden mit den vorhandenen Publikationsprozessen in OJS integriert:

  • Verknüpfung eines Artikels mit dem rezensierten Objekt bei der Einreichung;
  • automatische Aktualisierung der Statusübersicht;
  • automatische Aktualisierung der veröffentlichten Liste der zu rezensierenden Objekte.

Der Import und Export der Metadaten in Standardformaten wird implementiert. Die Lesewerkzeuge werden erweitert, sodass ein Mehrwert für die Leser/innen entsteht (z.B. nach dem Rezensionsobjekt in anderen Datenbanken/Systemen suchen). Die bestehende Zitierfunktion wird für Rezensionsobjekte erweitert (um z.B. die standardkonforme Formatierung der bibliografischen Referenz, Verlinkung mit Repositorien etc. nützen zu können).

s. Dokumentation des Object For Review-Plug-Ins

Weitere Funktionalitätsverbesserungen

S. Dokumentation der weiteren Funktionalitätsverbesserungen


Benachrichtigung über den Upload einer revidierten Fassung

Eine automatische Benachrichtigung der Redakteur/innen per E-Mail bei Upload einer revidierten Fassung durch die Autor/innen wurde realisiert.


Navigation nach Rubriken

Das System bietet Navigationsmöglichkeiten nach Ausgabe, Titel und Autor/innen. Da es zusätzlich vonseiten verschiedener Zeitschriftenredaktionen den Wunsch gab, auch nach Rubriken navigieren zu können, wurde OJS um diese Möglichkeit erweitert. Dabei wurden sowohl Rubriktitel als auch -typen berücksichtigt. Zeitschriftenverwalter/innen können bestimmen, welche der beiden Navigationsmöglichkeiten (nach Rubriktiteln und/oder -typen) den Leser/innen zur Verfügung stehen und welche Rubriktitel und -typen nicht berücksichtigt werden sollen.


Einstellungen für die Eingangsseite

Wie eine Eingangsseite aufgebaut ist, ist in OJS fest definiert: Sie bietet eine Auflistung der Zeitschriften, die im System vorhanden sind, wobei bestimmte Elemente aus der Zeitschriftenkonfiguration in der Auflistung dargestellt werden wie z.B. Logo, Titel und Kurzbeschreibung. Wird eines dieser Elemente jedoch von einer Zeitschrift nicht verwendet, dann kann es auch nicht dargestellt werden, sodass die Auflistung uneinheitlich ist.
OJS wurde so erweitert, dass Systemadministrator/innen diejenigen Elemente auswählen können, die in der Auflistung dargestellt werden sollen, damit eine einheitliche Auflistung aller Zeitschriften auf der Eingangsseite möglich ist.


Verknüpfung mit Primärdaten

Da Primärdaten sehr unterschiedlich sein können, sind auch die Metadaten, mit denen sie beschrieben werden, sehr unterschiedlich. Deswegen würde eine Verwaltung von Primärdaten in OJS das Datenmodell sprengen und wäre nicht zielführend, sondern Primärdaten sollten in Primärdatenrepositorien abgelegt werden.
Eine Verlinkungsoption von einem Artikel in OJS zu Datensätzen in einem Primärdatenarchiv ist jedoch wichtig. Diese wurde realisiert, indem die Metadaten für Artikelzusatzdateien um den Link zu Primärdaten erweitert werden und der Link in der Darstellung berücksichtigt wurde.


Eingabe einer Remote-URL als Fahne

Manchmal ist es erforderlich, den für das Publizieren fertigen Artikel in ein anderes System hochzuladen (z.B. in einen Hochschulschriftenserver) und aus OJS auf diese Publikation zu verlinken.
OJS wurde um die Möglichkeit erweitert, Remote-URLs anstelle einer Fahne einzugeben, und Leser/innen werden bei der Ansicht zur angegebenen URL weitergeleitet.


Ausgabe der Kommentare als RSS

Es ist derzeit bereits möglich, einzelne Artikel in OJS zu kommentieren. Allerdings wird die Redaktion nicht benachrichtigt, nachdem ein Kommentar abgegeben wurde, und es ist kein Überblick über die im System vorhandenen Kommentare möglich. Deswegen ist eine automatische E-Mail-Benachrichtigung der Redakteur/innen über neue Kommentare sehr sinnvoll. Wenn die Kommentare im RSS-Format angeboten werden und abonniert werden können, ist es auch anderen Nutzer/innen (Leser/innen, Autor/innen) möglich, Kommentare zu verfolgen.
Es soll deshalb die Ausgabe der Kommentare als RSS implementiert werden.


Implementierung eines OpenURL-Resolvers

OpenURL ist ein insbesondere von Bibliotheken verwendeter Standard, der Nutzer/innen das Finden von/den Zugang zu einer Quelle erleichtert. OpenURL ermöglicht z.B., von einer bibliografischen Zitierung zu dem entsprechenden Volltext zu gelangen.
Es soll ein OpenURL-Resolver in OJS implementiert werden, der die OpenURL ContextObject als Parameter bekommt, sie richtig interpretiert und die URL zum entsprechenden Volltext zurückliefert. Damit wird eine bessere Sichtbarkeit der Zeitschriften (-artikel) in Bibliotheken unterstützt.


(Vor-) Entscheidung durch mehrere Redakteur/innen

Ob ein Artikel publiziert wird, entscheidet der/die Hauptredakteur/in bzw. die Person, der der Artikel von ihm/ihr zugewiesen wurde. Manchmal ist es jedoch wünschenswert, dass auch andere, gleichberechtigte Redakteur/innen in diese Entscheidung einbezogen werden, indem sie einen Vorschlag machen bzw. eine Vorentscheidung treffen oder eine getroffene Entscheidung akzeptieren/bestätigen. OJS soll um diese beiden Möglichkeiten erweitert werden.


Schnelle Beitragseinreichung für Redakteur/innen

Teile der redaktionellen Arbeit finden mitunter (z.B. für bestimmte Rubriken, mit Blick auf die Gewohnheiten bestimmter Gutachter/innen) außerhalb des Systems statt, sodass die Verwaltung von Begutachtung, Layout usw. im System nicht genutzt wird und nur für das Publizieren fertige Dokumente hochgeladen und veröffentlicht werden sollen.
Derzeit ist eine solche schnelle Einreichung bzw. Publikation eines Artikels im System nur für Zeitschriftenverwalter/innen möglich. Meistens sind jedoch Redakteur/innen für diese Aufgabe zuständig, sodass die schnelle Einreichung bzw. Publikation auch für diese Gruppe realisiert werden soll.

Multimediales Tutorial

Zur Unterstützung der redaktionellen Arbeit soll ein multimediales Tutorial erstellt werden, das knapp und übersichtlich über elektronisches Publizieren, Open Access und OJS informiert. Das Tutorial soll sich insbesondere an Zeitschriftenredaktionen und an Autor/innen richten und – ausgehend vom traditionellen Printpublizieren – am Beispiel von OJS in die wesentliche Schritte der Planung, Umsetzung und Verbreitung von elektronischen Zeitschriften (mit Blick auf die im Redaktionsprozess relevanten Rollen und Akteure) sowie die Nutzung elektronischer Zeitschriften durch Autor/innen informieren.